FABRIKATION

Unter dem Dach der ehemaligen Papierwarenfabrik “Schandua & Söhne” in Wiesbaden Biebrich sind Kreative aus allen Bereichen der Medienbranche vereint. Filmproduktion, Animation, Postproduktion, Tonstudio, Autorenbüro und Grafikatelier haben sich in den großzügigen Lofträumen angesiedelt und lassen sich von der ungewöhnlichen Location mit alter Industriearchitektur  inspirieren. Mit der FABRIKATION ist in Wiesbaden ein kreativer und etablierter Medienstandort mit renommierten Kunden aus Wirtschaft und Fernsehen entstanden.

Der Medienstandort

Unter dem Dach der ehemaligen Papierwarenfabrik “Schandua & Söhne” in Wiesbaden-Biebrich sind Kreative aus allen Bereichen der Medienbranche vereint. Filmproduktion, Animation, Postproduktion, Tonstudio, Autorenbüro und Grafikatelier verteilen sich auf einer Grundfläche von 1.000 Quadratmetern in großzügigen Lofträumen. Mit der FABRIKATION ist in Wiesbaden ein kreativer und etablierter Medienstandort mit renommierten Kunden aus Wirtschaft und Fernsehen entstanden. Der Mix aus ungewöhnlicher Location mit alter Industriearchitektur und kreativem Umfeld mitten im Rhein-Main-Gebiet findet dabei großen Zuspruch.

Das Fabrikgebäude besteht seit 1890 und wurde seitdem um drei Bauabschnitte erweitert. Mit einer gebrauchten Spritztütenmaschine und einer Buchdruckerei stellte das Papierwaren-Unternehmen "Schandua & Söhne" mittels Handklebung anfangs alles her, was von den Kunden verlangt wurde - von Zigarrenverpackungen bis zu Hutbeuteln. Auf der Suche nach Neuem erfand der umtriebige Firmengründer Joseph Schandua 1900 einen offen stehenden Papierbehälter mit konischer Form, der ursprünglich als Tee- und Kaffeeverpackung gedacht war. Einige Jahre später setzte sich der Behälter als "Fetthülse" für die Verpackung von Speisefetten und Quark durch und wurde in mehreren Ländern patentiert.

1924 entstand für die wachsende Papiertütenproduktion ein neuer Hallenkomplex. Das Exportgeschäft wurde weiter ausgebaut und man belieferte die großen Fettschmelzen in Norddeutschland. 1929 kam die Produktion von Notablocks und Schreibpapier für den Einzelhandel hinzu. Nach einem weiteren Anbau 1938 und der Umstellung auf eine rein maschinelle Herstellung wurde bereits 1939 eine Jahresproduktion von knapp 70 Millionen Fetthüllen erzielt. Kurz vor Kriegsende wurde der vordere Teil der Fabrik durch einen Luftangriff zerstört und 1950 zweistöckig mit mehreren Büroräumen wieder aufgebaut.

Als einen der ersten Lebensmittelartikel nach dem Krieg wurde Speiseeis ohne Bezugsmarken angeboten. Schnell entwickelte man eine Eishülle, die dank ihrer großen Nachfrage nach der Währungsreform den Grundstein für den Wiederaufbau des Unternehmens in Wiesbaden legte. In den 1950er Jahren entschlossen sich die führenden Bohnerwachs-Hersteller ihre Produkte nicht nur in Blechdosen, sondern auch in bunt bedruckten Fetthüllen aus Papier zu vertreiben. Dieser neue Bedarf brachte "Schandua & Söhne" einen großen Boom. Der Betrieb arbeitete nun auch am Sonntag in drei Schichten rund um die Uhr. Bis zu 200 Personen waren in Hochzeiten in der Tütenfabrik, der "Dutt", wie sie in Wiesbaden genannt wurde, beschäftigt. In den 1960er und 1970er Jahren stellte die Fabrik nach und nach auf die Produktion von Kunststoffverpackungen für Lebensmittel um und belieferte zahlreiche Feinkostbetriebe und Metzgereien.

Als die Fabrik 1987 geschlossen wurde, zog erneut eine Druckerei in die unteren Produktionshallen ein. Ende der 1990er Jahre kamen die ersten Medienfirmen hinzu, die das besondere Ambiente und die optimale Verkehrsanbindung nutzten. 2009 ist die FABRIKATION nach einer Kernsanierung zu einem modernen Medienzentrum mit einer Vielzahl an kreativen Unternehmen ausgebaut worden.